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Inklusive historisch-politische Bildung

Inklusive Bildungsangebote der Bildungspartner Main-Kinzig und des Landesverbands Hessen im Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V.

28.04.2025   |   Autor*in: Alexander Wicker

Angebot 1

„Nichts über uns ohne uns!“

Bedingungen und Möglichkeiten gesellschaftlicher Teilhabe für Menschen mit Beeinträchtigungen aktuell und in der historischen Entwicklung 

Ziel ist es, den Teilnehmenden zu ermöglichen, sich der Rechte von Menschen mit Beeinträchtigungen sowie der Geschichte deren Erringung gewahr zu werden. Wo stehen wir heute und was muss noch getan werden, um Inklusion zum Selbstverständnis gesellschaftlicher Teilhabe zu machen? Wie können diese Ziele inklusiv errungen werden, d. h. von Menschen mit und ohne Behinderung gemeinsam? Wie können Konzepte wie z. B. Allyship (also die Solidarität gesellschaftlich privilegierter Menschen mit marginalisierten Gruppen) dabei hilfreich sein? Neben kleinen Inputs und Impulsen anhand von Objekten ist das Seminar vor allem diskursiv angelegt.

Heterogene Lerngruppen sind willkommen. Vorab wird besprochen, welchen Umfang das Seminar haben soll. Es kann je nach Vermögen und Interesse der Teilnehmenden 3 oder 6 UE umfassen.

 

Angebot 2

„Euer schönes Familienleben war ihm wahre Heimat“

Familiärer Umgang mit Opfern der NS-„Euthanasie“.

In dem Seminar wird anhand von konkret aufgearbeiteten Schicksalen wie dem von Oskar Bornhäuser oder Emmy Hill gearbeitet. Dabei achten wir darauf, zum einen die Teilnehmenden nicht mit der Geschichte zu überfordern, namentlich mit der Erkenntnis, dass sie womöglich ganz persönlich Ziel der NS-„Euthanasie“ gewesen wären. Zum anderen die Diskriminierung nicht zu reproduzieren, sondern anhand der Geschichte das willkürliche deutsche „Euthanasie“-Regime der Zeit zu vermitteln. Anhand von Beispieldokumenten und gesetzlichen sowie politischen Rahmenbedingungen erarbeiten wir das gemeinsam. Anschließend sollen die Teilnehmenden auch ihre eigenen Geschichten teilen können und vom Umgang mit ihrer Beeinträchtigung in ihrer Familie erzählen. Das setzen wir zu den historischen Schicksalen in Bezug und lernen daraus etwas über unsere Aktualität. 

Heterogene Lerngruppen sind willkommen. Vorab wird besprochen, welchen Umfang das Seminar haben soll. Es kann je nach Vermögen und Interesse der Teilnehmenden 3 oder 6 UE umfassen.

 

Angebot 3

Wer bestimmt, woran wir uns wie erinnern?

Wie kann inklusive Erinnerungskultur inklusiv gestaltet werden? 

Wir schauen uns an, wie moderne Erinnerungsstätten du Denkmale entstanden sind, zum Beispiel das Denkmal für die ermordeten Juden Europas, der Gedenk- und Informationsort für die Opfer der nationalsozialistischen „Euthanasie“-Morde oder das Denkmal für die im Nationalsozialismus ermordeten Sinti und Roma Europas. Wer hat das bestimmt und wer durfte mitreden? Anschließend machen wir es einfach: Wir realisieren ein eigenes, z. B. auditives Erinnerungsprojekt, z. B. digital und dezentral zu zwei Opfern der NS-„Euthanasie“ aus Gelnhausen (Lina Stern, Emmy Hill). So werden die Stimmen von Menschen mit Behinderungen zu dem Thema hör(!)bar gemacht, indem ein Audiobeitrag erarbeitet und auf der Wissensplattform inklusivelernkultur.de veröffentlicht wird. Dabei achten wir darauf, nicht schon durch die Art des Produkts – in diesem Beispiel hörbeeinträchtigte – Menschen auszuschließen. Andere Ausdrucksformen sind deshalb selbstverständlich möglich – je nach teilnehmender Gruppe. Zusätzlich erwerben die Teilnehmenden auf diese Weise Medienkompetenz. 

Heterogene Lerngruppen sind willkommen. Vorab wird besprochen, welchen Umfang das Seminar haben soll. Es kann je nach Vermögen und Interesse der Teilnehmenden 3 oder 6 UE umfassen.

 

Angebot 4

Geschichte fand nicht irgendwo statt!

Was hat ein „Todesmarsch“ mit unserer Heimat zu tun?

Ende März 1945 werden annähernd 350 Menschen von 30 SS-Wachsoldaten von Frankfurt nach Hünfeld durch den heutigen Main-Kinzig-Kreis getrieben. Dabei geschehen unvorstellbare Grausamkeiten. Wer nicht Schritt hält, wird erschossen und zurückgelassen. Wer waren diese Menschen? Wo kamen sie her und wo sollten sie hin? Was bedeutete das so kurz vor Ende des Zwei-ten Weltkriegs für die Bevölkerung in Maintal, Gelnhausen, Schlüchtern? Wer will anschließend von nichts gewusst haben? Wie kommt es dazu, dass alle schweigen, obwohl sie sich nicht einmal abgesprochen haben? Das Phänomen der Todesmärsche in den letzten Kriegstagen, aber auch die Handlungsspielräume der Akteur*innen werden beleuchtet. Wie gehen wir selbst heute mit Grausamkeiten um, die wir beobachten? Wir hinterfragen uns und unsere Zivilcourage kritisch. 

Heterogene Lerngruppen sind willkommen. Vorab wird besprochen, welchen Umfang das Seminar haben soll. Es kann je nach Vermögen und Interesse der Teilnehmenden 3 oder 6 UE umfassen.

Ihr Ansprechpartner

Alexander Wicker

E-Mail: alexander.wicker@bildungspartner-mk.de

 

Hier geht es zum Flyer mit allen Infos

 

                                   

  

       Gefördert durch das Land Hessen im Rahmen des Weiterbildungspakts 2021–2025

  

 

Kategorie: Ankuendigungen;Veranstaltungen
Schlagwörter: historisch-politische_Bildung  |    |  Volksbund_Hessen  |    |  Inklusion_an_hessischen_vhs  |    |  Hessischer_Weiterbildungspakt





Zentrum für inklusive Lernkultur der Bildungspartner Main-Kinzig
und des Behindertenwerks Main-Kinzig

Post- und Besucheradresse: Frankfurter Str. 30b • 63571 Gelnhausen

Infotelefon: 06051-91679-0 • Telefax: 06051 - 91679-10


Gefördert mit Mitteln des Landes Hessen
im Rahmen des Weiterbildungspakts.